IMG 20190912 WA0003Wie in jedem Jahr haben die Schützen der Allgemeinen Bürgerschützen von 1605 – St. Pankratius Schützengilde e.V nach dem Pokal bei den Stadtmeisterschaften im Luftgewehrschießen gegriffen. Konnte die Gruppe der Vorstände noch im letzten Jahr den siebten Platz belegen, gab es in diesem Jahr mit dem achten Platz einen kleinen Dämpfer. Neu in der Vorstandsgruppe trat Pascal Efsing an, der mit 65 einen soliden Einstand gab. Der Präsident der Gilde Peter Schmitz konnte sein Vorjahres hoch mit 129 Ringen nicht ganz erreichen, schoss aber noch gute 116 Ringe. Er belegt damit den 16. Platz der Gesamtwertung in der Kategorie „Freistehend“.  Steigern konnten sich dagegen Christoph Klümper mit 82 Ringen, der eine deutlich ruhigere Hand als im Vorjahr bewies. Lediglich Mark Wierczeyko blieb mit 75 Ringen leicht hinter seinem Vorjahresergebnis zurück, so das am Ende 338 Ringe auf dem Konto standen. Für den siebten Platz haben neun Ringe, für den sechsten Platz immerhin ganze 26 Ringe gefehlt. Aufgrund der durchschnittlichen Ergebnisse in den letzten Jahren, werden in der Gruppe erste Stimmen laut, die auf einen Wechsel oder Ergänzung der Teilnahme in der Kategorie „Aufgelegt schießen“ pochen.

 

 

Günther Böing überreicht den Orden seines GroßvatersÜber 100 Jahre alter Schützenorden kehrt nach Gescher zurück

Eine besondere Überraschung erlebten die Allgemeinen Bürgerschützen Gescher von 1605 – St. Pankratius Schützengilde e.V. bei Ihrem Schützenfest am vergangenen Wochenende. Nach dem Abschuss des Vogels erhält der König von der Gilde einen Königsorden, der anders als die Schützenkette, beim jeweiligen König verbleibt und auf Lebzeit getragen werden darf.
Kurz vor dem Fest wurden die Pankratius-Schützen von Günther Böing aus Duisburg mit der Bitte angesprochen, eine Namensänderung in ihrer Chronik durchzuführen: Der Großvater Anton Böing war 1912 König der Gilde und wurde auf einem Foto von 1930 mit dem Namen seines Bruders Heinrich geführt.
Darüber hinaus stellte er die Frage, ob man den alten Königsorden seines Großvaters aus dem Jahr 1912 in Verwahrung nehmen könne. Da Günther Böing nach seiner Lehre bei Huesker bereits in den 1960er Jahren nach einer Umschulung zum Polizisten nach Duisburg zog, wollte er den Orden in seiner alten Heimat in gute Hände überreichen. So wurde dieser auf dem Schützenfest übergeben und ist nun einer der ältesten Königsorden der Schützengilde. Darüber hinaus konnte Herr Böing auf dem Fest noch mit einigen ehemaligen Arbeitskollegen von Huesker ins Gespräch kommen und somit über vergangene Zeiten plaudernKönigsorden von Anton Böing 1912.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Königin Daniela Schuster und König Willi LammerdingGescherer Zeitung vom Mo. 19.08.2019

Gescher (js). Schützen und Zuschauer ließen sich die gute Laune nicht verderben: "Ohne König gehn wir nicht nach Haus", sang eine Truppe von der zweiten Kompanie und beobachtete bester Dinge das Geschehen an der Vogelstange. Dort waren am Samstag bis 12.30 Uhrgut 100 Schuss gefallen, dann passierte nicht mehr viel - bis auf den einsetzenden Regen. Der hielt noch an, als ab 14 Uhr endlich wieder gefeuert wurde: Bernhard Mensing, Willi Lammerding und AHerbert Sandscheper hilten drauf, bis die Reste des hölzernen Vogels um 14.17 Uhr zu Boden stürzten. Der 157. Schuss brachte die Entscheidung zugunsten von Willi Lammerding: "Damit habe ich immer schon geliebäugelt", freute sich dfer 65-jährige als neuer König der St. Pankratius-Schützengilde, während der Himmel Freudentränen weinte. zur Königin wählte er Verwandschaft aus Kärnten: Mit Daniela Schuster (eine Cousine von Lammerding-Schwiegersohn Marco Steinbauer) geht erstmals eine Österreicherin in die Annalen des Vereins ein. Die Ehrenpaare sind Bernhard Mensing und Mechtild Lammerding sowie Tommy Schuster und Michaela Mensing.
Einen Tag vor dem Präsidentenwechsel verfolgte die Vereinsführungganz gelassen, wie sich das Vogelschießen entwickelte. "In meiner Amtszeit sind die Wettbewerbe immer sehr spannend gewesen", blickt Bernd Theo Grimmelt zurück, der den Verein seit 2005 führt und den Stab gestern an Peter Schmitz weitergab. Spannend wurde es am Samstag auch, aber bis dahin dauerte es.Als der Vogel erste Ermüdungserscheinigungen zeigte, hielten sich die Schützen zurück - ernsthafte Anwärter waren nicht in Sicht. "Das hatten wir die letzten 20 Jahre nicht mehr", wusste Mark Wierczeyko. Andere witzelten angesichts des Wetters: "Wenn das so weitergeht, ist der Vogel ertrunken, bevor er abgeschossen wird". Schliesslich trugen interne Gespräche Früchte. Ein Quartett nahm ab 14 Uhr die Sach ein die Hand und erlebte mit Schießmeister Willi Lammerding und Vorstandsmitglied der Gilde, einen glücklichen Sieger.
Es folgte ein grandioser Krönungsball am Abend und wiederum Regenwetter am Sonntag, sodass die Parade gestern im Festzelt abgehalten wurde. Das tat der guten Stimmung und der Performance der Schützen aber keinen Abbruch. Beim Frühschoppen erlebten sie den Präsidentenwechsel und feierten ausgiebig den deutsch-österreichischen Thron.

Fotos vom Röschen machen

Fotos vom Stadt schmücken

Fotos vom Zelt schmücken

Fotos von den Ehrungen (Fotos von Andi Wies)

Fotos vom 1. Schützenfestabend

Fotos vom 2. Schützenfesttag (Antreten, Vogelschießen, Königsball)

Fotos vom 3. Schützenfesttag (Frühschoppen, Präsidentenwechsel)

 

 

Wechsel an der Spitze der St.-Pankratius-Schützengilde: Bernd Theo Grimmelt (li.) übergab die Amtsgeschäfte gestern im Rahmen des gut besuchten Frühschoppens an Peter Schmitz. Foto: Jürgen SchroerGescherer Zeitung vom 19.08.2019

Gescher (js). Bei einem regenreichen Schützenfest im Jahr 1977 hat Bernd Theo Grimmelt seinen Dienst im Vorstand der St.-Pankratius-Schützengilde angetreten, ähnlich regenreich fiel das letzte Fest seiner Präsidentschaft aus. Von 2005 bis gestern führte er den Traditionsverein. Dann übergab er den Stab an seinen Nachfolger Peter Schmitz – und wurde mit Dankesworten, einer originellen Stele als Geschenk und stehenden Ovationen verabschiedet. 

Was Grimmelt für den Verein geleistet hat, machte der stellvertretende Präsident Martin Mensing beim gestrigen Frühschoppen in seiner Laudatio deutlich. 42 Jahre Vorstandstätigkeit, seit 1997 Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der Gilde, seit 2005 Präsident – in dieser Zeit habe sich Grimmelt mit all seiner Kraft für den Verein eingesetzt. Mensing erinnerte an die Mitgestaltung des Jubiläumsfestes 2005 und der Schützenstation, die Mitwirkung an diversen Festschriften, die Einführung des Maibaumaufstellens und die jüngste Anschaffung der neuen Vereinsfahne, die dem scheidenden Präsidenten eine Herzensangelegenheit gewesen sei. „Wir hoffen, dass wir weiterhin auf deine Erfahrung und dein Wissen zurückgreifen können“, sagte Mensing und heftete Grimmelt das Abzeichen des Ehrenpräsidenten an. Vorstand, Offiziere und Gruppenführer überreichten eine Krawattennadel.

Auch Oberst Werner Bönning würdigte die über 40-jährige Vorstands- und Präsidententätigkeit Grimmelts. Er bedankte sich im Namen der Offiziere und Gruppenführer und freute sich über das zahlreiche Erscheinen der Vertreter von Gastvereinen. Grimmelt habe immer die Verbundenheit zu den Nachbarvereinen gesucht und gepflegt. Zur Geschenkübergabe wurde auch die Ehefrau des neuen Ehrenpräsidenten, Gisela Grimmelt, auf die Bühne gebeten. Herbert Sandscheper und Markus van Waasen enthüllten eine schmucke Stele, die zwei Gewehre, das Vereinswappen und einen Schützenzylinder zeigt. Sie solle Grimmelt immer an seine schöne Präsidentenzeit 2005 bis 2019 erinnern.

Sichtlich gerührt zeigte sich Bernd Theo Grimmelt. Er ließ den aktuellen Festablauf kurz Revue passieren und freute sich über Höhepunkte wie die Fahnenweihe, den trotz des schlechten Wetters guten Besuch an der Stange und die erfolgreiche Königskür. „Eine Königin von auswärts hatten wir schon öfter, aber nicht mit dieser Entfernung“, spielte er auf die Herkunft von Königin Daniela Schuster aus Kärnten an. Grimmelt bedankte sich bei allen Königen, Königinnen und Throngemeinschaften, die er in den vielen Jahren begleiten durfte. Seine Vorstandstätigkeit habe er immer mit viel Freude ausgeübt und dabei auf die Unterstützung seiner Familie zählen können. Mit Peter Schmitz sei ein engagierter und umsichtiger Nachfolger für das Präsidentenamt gefunden worden. „Lieber Peter, ich überreiche dir jetzt das Präsidentenabzeichen und lege damit die Amtsgeschäfte in deine Hände“, sagte Grimmelt und wünschte Schmitz „viel Erfolg und immer eine glückliche Hand“. Donnernder Applaus im Zelt begleitete den Vollzug dieser Personalie.

 

 

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