Historischer Blick zurück
Der Zeitraum zwischen den Schützenfesten ist für alle Schützen immer die schlimmste Zeit. Um diese etwas erträglicher zu gestalten, gibt es bei den Allgemeinen Bürgerschützen Gescher von 1605 – St. Pankratius Schützengilde e.V. das Sommerfest - dies hat sich inzwischen auch in den Köpfen der meisten Gescheraner festgesetzt. Dass das Sommerfest aber auch eine lange Tradition hat und schon vor über 80 Jahren gefeiert wurde, wissen die Wenigsten. Einen alten Zeitungsausschnitt und ein Reliefbild für den 1. Platz beim Sternschießen anlässlich des Sommerfestes 1927 wollen wir heute vorstellen. Im Folgenden nun der Zeitungsauschnitt von 1927.
Das Sommerfest der St. Pankratius-Schützengilde
Das Fest wurde eingeleitet durch ein Frühschoppenkonzert im Tenbrock’schen Saale. Die hiesige Feuerwehrkapelle, die für den musikalischen Teil des Festes verantwortlich war, fand wegen ihrer guten Leistungen allgemeinen begeisterten Beifall. Bei prächtigem Wetter versammelten sich die Schützen nachmittags 2 Uhr. Auf dem Marktplatz un ( ….) fand eine kurze Besichtigung durch den Herrn Oberst statt. Unter Voranritt der Musikkapelle marschierte das Schützenbataillon sodann zur Vogelstange, woselbst gegen ½ ( ..Uhr) das Sternschießen begann. Inzwischen hatte sich auf der Wiese eine große Volksmenge angesammelt und be (…) entwickelte sich ein fröhliches reiben. Das ein Schuß (…) fiel ein Stern, so wurde dies mit jubelnden Zurufen begrüßt. Die Kapelle schmetterte ihre Weisen und der Wirt mußte eifrig hantieren, denn das prächtige Wetter hob die Stimmung und den Durst. Es wurden recht gute Leistungen beim Schießen erzielt. Nach hartem Kampfe errang Schütze Clemens Kösters jr. den 1. Preis, Schütze Josef Alfers den 2. Preis und Schütze Georg Tölle den 3. Preis.
Gegen 5 ½ Uhr wurde in bester Stimmung der Heimmarsch angetreten und anschließend ging der Festzug mit klingendem Spiel durch die festlich mit fahnengeschmückten Strassen des Ortes. Auch bei diesem Fest war ein sogenannter strammer Zug und brüderliche Gemütlichkeit glücklich vereint. In seiner Ansprache hob der Oberst noch besonders hervor, dass das Schützenfest in seinem Charakter als Volksfest doch einen kulturellen und sozialen Wert besitze, wenn es alle Stände der Gemeinde feierlich vereine und besonders, wenn es alte Formen und Bräuche der Väter treu bewahre, und er schloß seine Rede mit einem kräftigen Hoch auf die Gilde. Ein Ball schloß das schön verlaufene Fest.
Fotos vom Reliefbild und vom Zeitungsartikel findet Ihr hier
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